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Fensteraustausch wann sind neue Fenster sinnvoll

Handelt es sich um ein Gebäude mit veralteten Fenstern, können die Energiekostenkosten schnell ein kleines Vermögen verschlingen. Doch bevor eine neue Heizanlage eingebaut wird, sollten die Fenster getauscht werden. Wann ein Fenstertausch sinnvoll ist, was der Wechsel bringt und wie der Austausch auch im Winter umgesetzt werden kann, verrät dieser Beitrag.

Wann braucht man neue Fenster?

Auch wenn Sie zahlreiche Gründe haben, welche für einen Fenstertausch sprechen, so sollte doch jeder Fall einzeln betrachtet und individuell beurteilt werden. Bei der objektiven Bewertung der vorhandenen Fensterelemente stehen folgende Merkmale im Fokus: Material, Optik und Funktionalität.

Wenn Sie nicht genau wissen wie alt Ihre Fenster sind, können Sie im Zwischenraum der Isolierverglasung nachschauen. Dort befindet sich ein Alusteg, welcher in der Regel mit dem Namen des Herstellers, dem Herstellungsdatum und dem Isolierwert in Form eines Stempels gekennzeichnet wurde. Das Alter der Fenster lässt sich auf diese Weise exakt bestimmen. 20 Jahre alte Fenster weisen in der Regel einen U-Wert (Wärmeleitung des Materials) von mindestens 1,5 bis 1,7 W/(m2K) auf und entsprechen damit bei weitem nicht den heutigen Anforderungen. Ein Fensteraustausch ist in diesen Fällen sehr sinnvoll, da die aktuellen Mindestanforderungen einen Wert von 1,0 W/(m2K) oder kleiner vorsehen. Je kleiner der Wert, umso effizienter die Fenster. Bei der Entscheidungsfindung ob ein Austausch der Fenster sinnvoll ist, sollten weitere Aspekte für die Bewertung herangezogen werden. Das betrifft sowohl die Dämmleistung, als auch das Alter. Handelt es sich um ein Fenster, welches mehr als 20 Jahre alt ist, sollte prinzipiell ein Austausch vorgenommen werden.

Lohnt sich alternativ eine Fenstersanierung?

Alte Fenster kann man generell sanieren. Mit der Renovierung von Fenstern ist die Aufbereitung gemeint, welche sich bei Fenstern mit Rahmen aus Holz vor allem auf die Erneuerung von Beschlägen und Dichtungen, sowie den Austausch der Fenstergläser bezieht. Eine Renovierung ist in der Regel nicht wirtschaftlich, da die Kosten dafür schnell höher sein können, als es bei einem kompletten Fenstertausch der Fall wäre. Handelt es sich jedoch um alte Fenster mit Rahmen aus Aluminium, ist die Erneuerung stets ratsam, da in den 70er und 80er Jahren häufig „kalte Profile“ eingebaut wurden. Diese haben einen sehr schlechten Isolierwert vorzuweisen und werden vor allem im Winter von innen nass. Dies kann schnell zur Schimmelbildung führen, weshalb ein neues, gedämmtes Alu-Profil für Abhilfe sorgt.

Was bringt Fenstertausch?

Der Austausch der Fenster lohnt sich also im Hinblick auf mehrere Aspekte. Dabei soll man auf folgende Merkmale aufmerksam machen: Energiekostensenkung, Geräuschminimierung, Helligkeitsoptimierung.

Energiekostensenkung

Es gibt einige gute Gründe für einen Fenstertausch. Denn auch wenn der Austausch der Fenster mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, überwiegen dennoch die Vorteile dieser Maßnahme. Im Fokus steht dabei die effiziente Einsparung von Energiekosten. Die Fensterprofile wurden im Laufe der Jahre stets weiterentwickelt. Daraus haben sich moderne Mehrkammerprofile entwickelt, welche verbesserte Dichtungen und hervorragende Eigenschaften in Bezug auf Verlust der Wärme, Dämmung, Schallschutz und Optik vorzuweisen haben. Diese Weiterentwicklung kann im Zuge eines Fenstertauschs dazu beitragen, die Energiekosten effizient zu senken.

Geräuschminimierung

Ein weiterer Grund sich von alten Fenstern zu verabschieden, definiert sich über eine erhöhte Lärmbelastung. Eine optimale Schallschutzverglasung sorgt dafür, dass sich der Schall effizient vermindern lässt. Hier kommen unterschiedliche Schallschutzklassen zum Einsatz, welche sich nach der Lage des Hauses richten. Damit kann man nicht nur die Geräuschbelastung minimieren, auch dem unerwünschten Wärmeverlust kann damit vorgebeugt werden.

Helligkeitsoptimierung

Um dem Wärmeverlust entgegenzuwirken, wurden in vergangenen Jahren meist kleine Fenster eingebaut. Dies ist heute jedoch nicht mehr erforderlich, da auch große moderne Fensterfronten aufgrund ihrer Verglasung mit Wärmeschutz (teilweise in 3-fach Verglasung Ausführung) nur einen geringen Verlust der Wärme mit sich bringen. Stattdessen sorgen große Fensterfronten für helle und freundliche Räume und halten die Wärme länger im Raum. Die Ausnutzung des Tageslichts kann nachweislich dabei helfen, Energien einzusparen.

Was kosten Fenster austauschen?

Der Einbau eines Fensters dauert in der Regel zwei bis vier Stunden Arbeitszeit und setzt mindestens zwei Arbeitskräfte voraus. Eine Arbeitsstunde kostet etwa 40 bis 60 EUR. In Großstädten kann diese Dienstleistung auch deutlich teurer werden. Das bedeutet, dass Sie je nach Größe rund 100 bis 200 EUR pro Fenster bezahlen. Dabei sind jedoch nicht nur die Kosten für das Fenster selbst und für den Handwerker zu berücksichtigen. Auch zusätzlich anfallende Materialien sollten mit einkalkuliert werden. Montageschaum und andere Hilfsmittel summieren sich schnell und können die Fenster austauschen Kosten deutlich in die Höhe treiben. Dasselbe gilt auch für die Anfahrt des Handwerkers, wenn dieser eine Distanz von mehr als 50 Kilometer zurücklegen muss und dann zur Kasse bittet.

Kann man im Winter Fenster austauschen?

In den vergangenen Jahren sorgte die kalte Jahreszeit häufig für Stehzeiten auf der Baustelle. Inzwischen sieht die Sache anders aus, da saisonunabhäng gearbeitet wird. Dafür bedarf es allerdings die richtigen Materialien, welche auch eisigen Temperaturen standhalten können. Im Zuge des Fenstereinbaus sollten deshalb nur 1-Komponenten-Schäume verwendet werden, welche Temperaturen bis -15 Grad trotzen. Handelt es sich um einen ungeeigneten Schaum kann es passieren, dass:

  • der Schaum nicht aufgeht
  • der Schaum nicht am Untergrund haftet
  • der Schaum nicht aushärtet

Diese Folgen sind in der Regel sofort erkennbar und können sich langfristig negativ auf die Wärme und Schalldämmung auswirken. Fehler wie diese lassen sich im Nachhinein nur sehr schwer ausmerzen und sind mit hohen Kosten verbunden, welche man im Vorfeld hätte vermeiden können. Geht es um das Fenster austauschen im Winter sollte deshalb immer darauf geachtet werden, dass die notwendigen Materialien geeignet sind.

Was ist bei der Wahl der Fenster zu berücksichtigen?

Wenn Sie neue moderne Fenster kaufen möchten, dann haben Sie unterschiedliche Optionen zur Wahl. Sie können sich für Fenster mit Fensterrahmen aus Holz, Aluminium oder Kunststoff entscheiden. Dazu gibt es auf dem Markt auch Fenster, deren Fensterrahmen eine Kombination von zwei Stoffen bilden, wie die Holz-Alu Fenster. Dabei kann man auch zwischen den Fenster mit 2-fach und 3-fach Verglasung.

Holz-Alu-Fenster

Während sich die Fenster mit Fensterrahmen aus Holz als robust erweisen und mit hervorragenden Wärmedämm-Eigenschaften sowie einer wohnlichen Atmosphäre überzeugen, gelten Aluminiumfenster als leicht, stabil und meist wartungsfrei. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb das High-Tech-Material mit Holz kombiniert wird, um langlebige und schöne Holz-Alu-Fenster herzustellen. Es handelt sich dabei um einen neuen und modernen Typus, welcher sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Im technischen Sinne handelt es sich dabei um Holzfenster, welche im Außenbereich mit einer Verblendung aus Aluminium versehen wurden. Daraus resultieren höchste witterungsbeständige Eigenschaften, welche den Materialmix zur ersten Wahl machen.

Kunststofffenster

Das Kunststofffenster ist bei der Wahl des Materials ganz vorne mit dabei. Über 57 Prozent aller Fenster, die in Deutschland eingebaut wurden, sollen laut Branchenangaben, aus diesem beliebten Material bestehen. Nicht schlecht in Anbetracht der Tatsache, dass sich Fenster aus Kunststoff gegenüber starken Konkurrenten wie das Fenster aus Holz oder das Holz-Alu-Fenster behaupten müssen. Kunststofffenster bestechen vor allem durch effiziente und pflegeleichte Eigenschaften. Ein leichtes Pflegemittel reicht aus, um das Material dauerhaft in Schuss zu halten. Holzfenster sind hier klar im Nachteil, da diese von Natur aus keine resistenten Eigenschaften gegenüber Witterungen mitbringen und dementsprechend gepflegt werden müssen. Anders verhält es sich jedoch bei kleinen Beschädigungen im Rahmen. Während ein Holzfenster mit etwas Lack und Farbe schnell wieder fitgemacht werden kann, lässt sich das Kunststofffenster ohne professionelle Hilfe nur schwer wieder in Ordnung bringen.

Wahl des Fensterherstellers

Ganz gleich ob es sich um Fenster mit Rahmen aus Aluminium, Holz oder einem modernen Materialmix handelt: Die Wahl des Fensterherstellers richtet sich nach dessen Steckenpferd. Die Fenster der einzelnen Hersteller unterscheiden sich nicht nur in puncto Materialwahl, auch Design und Profilsysteme variieren. Grundsätzlich ist es ratsam auf Qualität „Made in Germany“ zu achten. Die Firma Schüco gilt als Marktführer im Bereich der Aluminiumfenster. Aber auch andere große Hersteller wie ALUPLAST oder REHAU AG bieten entsprechend hochwertige Produkte an.

Wann braucht man neue Fenster? Diese Frage lässt sich vor allem dann sehr schnell beantworten, wenn es sich um Fronten handelt, die älter als 20 Jahre sind. Dann ist es immer ratsam, die Fenster austauschen zu lassen, um die Energiekosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Soll der Austausch im Winter umgesetzt werden, muss auf geeignetes Material gesetzt werden. Bei der Wahl des Materials sind sowohl der persönliche Geschmack als auch die Vorteile wichtige.

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