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6 Tipps zur richtigen Wartung und Pflege der Fenster

Fenster werden in Sachen Wartung und Pflege häufig vernachlässigt. Warum man sein Fenster pflegen, regelmäßig putzen und auch mal einer Wartung unterziehen sollte, liegt jedoch auf der Hand: Nur so behalten es seine Funktionsfähigkeit bei und sieht lange schön aus. Diese 6 Tipps garantieren eine optimale Fensterpflege.

Fenster richtig putzen

Wie soll man Fenster ohne Streifen und Schlieren putzen? Beim Putzen der Fenster muss man einige Regeln beachten. Fenster sollte man nicht im tiefsten Winter bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder am heißesten Sommertag putzen. Eine hohe Sonneneinstrahlung sorgt für Schlieren. Wer im Winter putzt, sollte etwas Frostschutzmittel mit ins Wischwasser geben, damit sich keine Eisschicht auf der Fensterscheibe bildet. Vor der Reinigung der Fensterscheiben werden die Rahmen gesäubert. Anschließend wird die Scheibe mit sauberen, lauwarmen Wischwasser nass gemacht und mit dem Abzieher behandelt. Der Abzieher muss nach jedem Vorgang getrocknet werden. Nasse Stellen tupft man mithilfe eines Mikrofasertuchs ab. Schlieren erledigt ein Lederlappen. Wer auf Glasreiniger oder Spülmittel verzichten möchte, kann alternativ zu Essig greifen.

Fensterdichtungen pflegen

Fensterdichtungen werden nach einiger Zeit spröde. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich Schimmelpilze bilden. Damit das nicht passiert, sollten sie immer gut trocken und sauber gehalten werden. Schmutzige Dichtungen können mit einem Schwamm oder Lappen und etwas Spülwasser gereinigt werden. Silikonspray verleiht ihnen mehr Elastizität im Winter. Im Sommer hilft Talkumpulver dabei, die Feuchtigkeit aufzusaugen. Kondens- oder Regenwasser müssen sofort entfernt werden. Defekte Dichtungen, lassen sich erneuern. Die defekte Dichtung sollte man zum Kauf der Neuen mitnehmen, damit das richtige Produkt gekauft wird. Die alte Dichtung wird mit einem Cutter-Messer entfernt. Die neue Dichtung wird per Einroller verklebt und mit einem Dichtungskleber befestigt.

Beschläge prüfen

Als Nächstes gilt es, die Beschläge zu prüfen. Dazu untersucht man, ob sich alle beweglichen Teile einwandfrei bewegen lassen und ob sie dabei Geräusche machen. Auch die Verschlussteile werden kontrolliert. Wenn die Fenster schleifen, sich nur schwer öffnen oder schließen lassen, sich der Fenstergriff nicht mehr richtig drehen lässt oder das Fenster undicht zu sein scheint, muss gegebenenfalls am Axerlager, Ecklager, Eckband oder den Schließzapfen nachjustiert werden. Diese Maßnahmen lassen sich verhindern, indem man das Fenster nicht mit zusätzlichem Gewicht belastet und alle beweglichen Bauteile mit säure- und harzfreiem Öl einschmiert. Lockere Schrauben sollten zudem regelmäßig nachgezogen und defekte Teile ersetzt werden.

Entwässerungsöffnungen reinigen

Im Fensterrahmen, im Rahmenpfalz befinden sich Entwässerungsöffnungen. Diese sind dafür zuständig die Feuchtigkeit, die durch Kondenswasser oder starken Regenfall entsteht, nach außen abzuleiten. Auch diese Öffnungen müssen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden, denn gerade dort sammelt sich häufig Schmutz oder Staub an. Sind die Schlitze verstopft, kann das Wasser nicht mehr abfließen und es kann sich Schimmel bilden oder Schaden am Beschlag entstehen. Zur Reinigung eignet sich ein Stäbchen oder ein Zahnstocher. Eine Kontrolle der Entwässerungsöffnungen kann parallel zum Fensterputzen erfolgen.

Holzfenster streichen

Holzfensterrahmen müssen aufgrund der Witterungsanfälligkeit regelmäßig mit Lasur, Lack oder einer speziellen Farbe gestrichen werden. Je nach Zustand wird der Fensterrahmen mit einem Schleifpapier abgeschliffen oder mit einem Spachtel vorbehandelt. Dabei werden die Schicht entfernt und Schäden mit Spachtelmasse ausgebessert. Erst danach wird das Fenster abgeschliffen. Nach diesen Maßnahmen erfolgt eine Vorgrundierung, ein Zwischenschliff und schließlich erneutes Streichen. Man beginnt dabei waagerecht an den Innenseiten, geht über die Außenseiten und gelangt schließlich an die Kanten. Als deckende Farben eignen sich Lack und Holzfarbe, die alle drei Jahre erneuert werden müssen. Lasur hält zwei Jahre lang und erhält die ursprüngliche Holzstruktur sichtbar. Eine spezielle Pflegemilch erhält den Schutz.

Die Wartung vom Fachmann

Alle paar Jahre oder bei starker Abnutzung kann es sinnvoll sein, einen Fachmann zu beauftragen. Zu dessen Aufgaben gehört es, die Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Dazu wird z. B. die Feststellung gerechnet, ob das Fenster noch ausreichend Witterungsschutz gewährleistet und ob es energieeffizient ist. Der Wärmeschutz wird bei der Kontrolle der Verglasung unter die Lupe genommen. Selbstverständlich gehören auch der Einbruchsschutz und die Funktionsfähigkeit selbst dazu. Sollten die Beschläge Auffälligkeiten zeigen, kann der Fachmann die betroffenen Teile nachjustieren oder gegebenenfalls austauschen. Die Wartung durch den Fachmann ist natürlich kostspieliger, als der Versuch, bestimmte Schäden selbst zu beheben, kann sich aber im Hinblick auf die Stromrechnung und Langlebigkeit des Fensters lohnen.

Fenster benötigen die richtige Pflege. Dazu reicht es nicht, dass man die Scheiben putzt. Auch die Rahmen und Entwässerungsöffnungen müssen gereinigt werden. Holzfensterrahmen bedürfen alle paar Jahre einer Schutzschicht durch Farbe, Lasur Lack. Damit das Fenster funktionstüchtig bleibt, sollte man die Beschläge kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren. Für eine professionelle Wartung ist der Fachmann behilflich.

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