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Holzfenster mit Sprossen

Sprossenfenster prägten die Optik von Hausfassaden für eine lange Zeit. Bis ins 19. Jahrhundert erfüllten sie eine stabilisierende und glastragende Funktion. Heute werden sie insbesondere für ihre historische, gemütliche Optik geschätzt. Sie sind vor allem bei den Fenstern aus Holz charakteristisch.

Was sind Sprossenfenster?

Holzfenster mit Sprossen sind Fenster, die nicht aus einer durchgängigen Glasscheibe, sondern aus mehreren kleinen Glasquadraten bestehen. Die Sprossen werden dabei in echte und unechte unterteilt. Während echte Sprosse das Glas des Fensters wirklich teilen, bleibt bei unechten Sprossen eine durchgängige Glasscheibe erhalten.

Fenstersprossen erzeugen ein typisches Sprossenmuster, das bis ins 19. Jahrhundert weitverbreitet war. War es damals nicht möglich, große Glasflächen zu verbauen, kam den Sprossen eine glastragende und stabilisierende Funktion zu. So ließen sich kleinere Glasscheiben zu einer großen Fläche zusammenzusetzen, ohne an Stabilität zu verlieren.

Fenster mit Sprossen prägten die Fassadengestaltung für eine lange Zeit. Heute finden sie vor allem als individuelle Gestaltungsmöglichkeit sowie aus optischen Gründen Anwendung.

Vorteile der Fenster mit Sprossen

Fenster mit sogenannten echten Sprossen verringern den Druck auf eine Scheibe. Gleichzeitig erhöhen sie ihre Stabilität und übernehmen eine glastragende Rolle. Moderne Ausführungen entsprechen zudem denselben Qualitäts- und Gestaltungsansprüchen wie Fenster ohne Sprossen. Im Sinne der Wärmedämmung lassen sie sich mit einer Mehrfachverglasung kombinieren. Zusätzlich können sie mit einem Schall- und Einbruchschutz versehen werden.

Die Sprossen lassen sich dabei aus diversem Material wie Holz, Kunststoff oder einer Holz-Aluminium-Mischung fertigen. Sie können auch diverse Farben haben. Bei allen Fenstern verliehen sie eine individuelle Note und dienen als optisches Gestaltungselement. Zudem lassen sich die Sprossen auch nachrüsten und müssen nicht von Anfang an im Fenster integriert sein.

Nachteile der Sprossenfenster

Gegenüber Fenstern ohne Sprossen besitzen Fenster mit Sprossen kaum Nachteile. Als einziges lässt sich ein etwas erhöhter Pflegeaufwand nennen. Denn je kleiner die Sprossenteilung ausfällt, umso mehr Glasscheiben entstehen. Und diese möchten alle gereinigt und gepflegt werden. Zwar dauert es länger, 24 kleine Glasscheiben zu reinigen als eine große. Doch ist der Mehraufwand nicht unbedingt ein Nachteil. Er lässt sich außerdem reduzieren, indem die Unterteilungen nicht zu klein gewählt werden. Moderne Ausführungen zeigen daher häufig größere Unterteilungen und versprühen dennoch optische Schönheit.

Echte glasteilende Sprossen

Unter echten, glasteilenden Sprossen versteht sich die klassische Variante der Sprosse Fenster. Die glasteilenden Sprossen dienen als Verbindung zwischen den einzelnen Glaselementen und entsprechen der Sprossenvariante, die bis ins 19. Jahrhundert verbreitet war. Die echte glasteilende Sprosse gilt als relativ aufwendig in ihrer Herstellung und besitzen daher einen höheren Preis als unechte Sprossen. Daher ist die glasteilende Sprosse heutzutage eine Seltenheit in der Herstellung.

Da die Größe der einzelnen Glasscheiben in der heutigen Zeit keine Rolle mehr spielt, ist jede Anordnung der Sprossen denkbar. Die Aufteilung der einzelnen Glaselemente entspricht daher einer gestalterischen Entscheidung und muss auf keine technischen Funktionen Rücksicht nehmen.

„Unechte“ Wiener Sprossen:

Die Wiener Sprossen zählen zu den unechten Sprossen-Art. Die Wiener Sprosse teilt die Scheibe nicht wirklich, sodass eine durchgängige Fensterscheibe erhalten bleibt. Um den Eindruck von einem Fenster mit Sprosse zu erwecken, erfolgt ein Aufbringen von Zierleisten an der Außen- und Innenseite des Fensters. Die Erscheinung der Wiener Sprosse wirkt häufig sehr echt und wird durch spezielle Leisten im Scheibenzwischenraum der Verbundverglasung unterstützt. Durch diese innenliegenden Glasstege lässt sich ein Fenster mit Wiener Sprosse kaum von echten, glasteilenden Sprossen unterscheiden. Es bietet allerdings eine kostengünstigere Lösung und erlaubt eine freie Wahl der Sprossenbreite. Diese darf im Gegensatz zur echten Sprosse deutlich schmäler ausfallen und kann auf diese Weise den Lichteinfall in den Raum verbessern.

„Unechte“ Helima Sprossen

Helima Sprossen bilden eine weitere Möglichkeit, um eine optisch ansprechende Sprossen-Art zu erhalten. Bei dieser Variante verlaufen die Sprossen im Scheibenzwischenraum des Fensters. Sie gehören wie die Wiener Sprossen zu den unechten Sprossen und erhalten ebenfalls eine vollständig durchlaufende Fensterscheibe. Zusätzlich lassen sich diese Designmerkmale in verschiedenen Stärken und Farben verbauen. Des Weiteren bieten die innenliegenden Sprossen den Vorteil, dass sich die Fensterscheibe ohne Einschränkungen reinigen lässt. Die Sprossenanordnung im Scheibenzwischenraum lässt sich zudem genauso frei wählen wie bei alternativen Sprossenarten. Helima Sprossen bilden dabei die günstigste Variante der Sprossenfenster und erlauben eine einfache, schnelle Reinigung.

Fenstersprossen zum Nachrüsten

Wer ein Fenster ohne Sprossen in eines mit diesem Designmerkmal verwandeln möchte, kann diese jederzeit nachrüsten. Der Handel bietet selbstklebende Produkte an, die sich als Kunststoff- oder Holz-Variante auf das sprossenlose Fensterflügel kleben lassen. In der Praxis erleichtern eine genaue Ausmessung der Fenster, eine ruhige Hand und etwas handwerkliche Begabung das Vorhaben. Mit etwas Geduld und Können lassen sich jedoch nahezu alle Sprossenmuster verwirklichen. So können quadratische, runde, dreieckige und schräge Sprossenfenster entstehen. Auch Rundbogen-Fenster lassen sich auf diese Weise gestalten.

Als Nachteil von nachgerüsteten Sprossen bleibt allerdings häufig ein kleiner Spalt zwischen den einzelnen Elementen. Je nachdem, wie stark der Spalt ausfällt, kann er die Optik bei genauer Betrachtung stören.

Kunststofffenster mit Sprossen

Nicht nur Holzfenster sondern auch Fenster aus Kunststoff lassen sich mit Sprossen ausstatten. Das Material oder Farben der Konstruktion spielen also keine Rolle. Sie verbinden eine historische Optik mit allen Ansprüchen moderner Fenster und stehen der Holz-Variante in nichts nach. So besteht auch hier die Wahl zwischen echten und unechten Sprossen. Zudem lassen sich die Fensterkreuze individuell und den eigenen Wünschen entsprechend anordnen.

Sprossenfenster bezeichnen eine Bauweise, bei der die Glasscheibe eines Fensters durch echte Sprossen geteilt wird. Unechte Fenstersprossen, wie die Wiener oder Helima Sprossen, werden hingegen entweder auf das Glas aufgebracht oder in den Scheibenzwischenraum integriert.

Moderne Fenster mit Sprossen erfüllen dabei die gleichen Qualitätsansprüche wie Fenster ohne Sprossen. Sie bieten Einbruchs-, Lärm- und Wärmeschutz. Des Weiteren lassen sich Fenstersprossen auch nachrüsten und versprühen eine gemütliche, altertümliche Wirkung.

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