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Holzfenster von innen und ohne aushängen streichen

Holzfenster brauchen Pflege und sollten alle zwei bis drei Jahre eine Auffrischung von Lack oder Lasur erhalten. Die Fenster streichen können Sie auch ohne besondere Heimwerkererfahrung. Voraussetzungen sind eine gute Vorarbeit und die richtigen Arbeitsmittel. Innenfenster müssen für einen einfachen Neuanstrich nicht ausgehängt werden.

Wann Fenster von innen streichen?

Die Holzfenster verlangen regelmäßiger Pflege und Wartung.  Aber wer muss Holzfenster von innen streichen? Für das Holzfenster kann die Faustformel gelten, dass ein neuer Anstrich alle zwei bis drei Jahre erfolgen sollte. Allerdings hängen die Intervalle für die Schönheitsreparatur der Innenfenster auch der Qualität der Altanstriche ab. Ein hochwertiges Fenster, dessen Rahmen mit langlebigen Farben gestrichen wurde kann bei normaler Nutzung durchaus auch länger auf den neuen Anstrich waren. Wann Sie Fenster von innen streichen ist auch wetterabhängig. Bis der Anstrich vollständig durchgetrocknet ist, sollte das Fenster unbedingt offenbleiben. Feuchte Witterung und die kalte Jahreszeit sollten für diese Arbeit ausgeschlossen werden. Sehen Sie sich bei der Planung die örtliche Wettervorsage an und wählen Sie warme, trockene Tage.

Erforderliche Werkzeuge für die Streicharbeit

Jede handwerkliche Arbeit im Haus beginnt mit einer guten Vorbereitung. Das gilt auch für den neuen Anstrich Ihrer Fenster. Bei einem gut erhaltenen Altanstrich reicht leichtes Anschleifen. Dazu brauchen Sie einen Schleifklotz und Schleifpapier. Splittert der Altanstrich, ist ein Spachtel zum Abspachteln der losen Farbe nötig. Den Spachtel brauchen Sie auch, um Schäden mit Spachtelmasse auszubessern. Soll der Anstrich gänzlich entfernt werden, brauchen Sie eine Schleifmaschine oder Abbeize und feines Schleifpapier für die Glättung. Weiterhin sind Klebeband und Schere nötig für den Scheibenschutz. Weitere Werkzeuge für die Streicharbeit sind ein abgeschrägter Flachpinsel, Rundpinsel, eventuell ein kleine Lackrolle für die raumseitigen Rahmenflächen.

Bei schlechtem Fensterzustand Altanstriche entfernen

Sehr schadhafte Altanstriche am Fenster gilt es zu entfernen. Kleben Sie zuvor die Fensterscheiben ab. Anders als bei der Schönheitsreparatur, sollten Sie die Fensterflügel aushängen, wenn Sie Altanstriche entfernen. Für die Entfernung vom Altanstrich eignet sich die Schleifmaschine. Alternativ können Sie Abbeize benutzen. Nach der Einwirkzeit der Beize wird die Altfarbe mit dem Spachtel abgehoben. Bei der Lackentfernung mit der Maschine achten Sie darauf, dass nur die Farbe abgeschliffen wird und die Schleifmaschine nicht ins Holz greift. Werden Holzschichten abgehoben, leiden Schließfähigkeit und Wärmedämmung des Fensters. Ist die Farbe oder Lasur entfernt, bearbeiten Sie den Rahmen mit dem Schleifklotz und feinem Schleifpapier.

Unebenheiten beseitigen zum Fenster streichen

Alte Holzrahmen haben oft bereits tiefe Risse, Brüche oder Dellen. Bevor Sie die Fenster streichen, müssen Sie unbedingt alle Unebenheiten beseitigen. Diese Arbeit erfolgt nach der Entfernung des Anstrichs oder nach dem Anschleifen. Füllen Sie Risse und Dellen mit einer Holzspachtelmasse mit dem Spachtel aus. Glätten Sie die Oberfläche erst mit Spachtel und nach dem Austrocknen der Spachtelmasse noch einmal mit Schleifpapier. Wichtig ist, dass nach der Auffüllung der Unebenheiten die Oberfläche des Rahmens völlig ebenmäßen ist. Der Zeitaufwand lohnt sich, denn nachher sieht Ihr Fensterrahmen wieder neu aus. Sollten allerdings die Unebenheiten und Schäden zu massiv sein, sollten Sie über ein neues Fenster nachdenken.

Fenster streichen – Lack oder Lasur?

Ob Sie einen Farblack oder eine Lasur auftragen ist eine Frage des Designs. Lasuren erhalten vollständig die natürliche Beschaffenheit des Holzes. Die schöne Holzmaserung bleibt vollständig erhalten. Für eine natürliche Optik Ihrer Holzfenster sind Lasuren die beste Entscheidung. Für das Innenfenster können Sie eine Innenlasur verwenden. Es gibt auch Lasuren mit verschiedenen Tönungen, die die Farbe vom Holz in natürlicher Optik auffrischen, verdunkeln oder heller erscheinen lassen. Ein Denkmalschutzfenster aus Holz Natur sollte unbedingt lasiert statt lackiert werden. Auch farblose Lacke beeinträchtigen geringfügig die Holzoptik. Für die Außenfenster gibt es spezielle Außenlasuren, die auch vor Witterungseinflüssen schützen.

Fenster – Lack oder Acrylfarbe verwenden?

Haben Sie sich für eine Farblackierung entschieden, stehen Sie vor der Frage: Lack oder Acrylfarbe. Für die Innenfenster eignet sich die Acrylfarbe besser. Acrylfarben sind wasserlöslich, frei von gesundheitsschädlichen Dämpfen und sehr umweltverträglich. Sie lassen sich sehr leicht, schnell und gleichmäßig verarbeiten, haben eine verhältnismäßig geringe Trocknungszeit von nur fünf bis sechs Stunden. Acryllacke sind elastisch und lassen das Holz natürlich arbeiten. Die Dauerhaftigkeit von Acryllacken ist allerdings etwas geringer als bei Kunstharzlacken.  Diese Lacke sind chemiebasiert, leider auch eher umweltschädlich. Wegen der guten Wetterfestigkeit und Robustheit sind für das Außenfenster allerdings zu bevorzugen. Die Trocknungszeit von Kunstharzlacken beträgt acht bis zwölf Stunden.

Beachten Sie die obigen Tipps, wird es Ihnen wenig Probleme machen, auch als Neuheimwerker selbst Ihre Fenster zu streichen und sogar Altanstriche zu entfernen. Bei sanfter Reinigung und guter Pflege haben Sie lange Freude am neuen Anstrich. Es gibt auch Speziallacke für Kunststofffenster, die sich nach dem Anschleifen mühelos auftragen lassen.

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