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Innentüren aus Holz und ihre Innenlagen bzw. Füllungen

Sie möchten eine hochwertige Innenanlage oder Füllung für Ihre Tür nutzen? Wir informieren Sie über Massivholztüren, Türen mit Waben- oder Verbundeinlagen und weitere Füllungen für Türen. Damit sind Sie bestens über die verschiedenen Möglichkeiten informiert.

Innenlage bzw. Füllung der Tür

Die Aufteilung einer Tür lässt sich mit der eines Fensters vergleichen. Dort wo sich bei Fenstern das Glas befindet, wird bei einer Tür die Einlage oder Füllung eingesetzt. Türen setzen sich aus Griff, Türrahmen, Beschlägen und Füllung zusammen, das auch als Türblatt fungiert. Damit gehören Füllungen zu den wichtigsten Teilen einer Tür. Sie sind auch für die jeweilige Optik verantwortlich. Wird eine flügelabdeckende Variante verwendet, sind optisch keine Dichtungskanten zu sehen. Alle Elemente der Tür müssen gut aufeinander abgestimmt werden. Die Profilstärke des Flügels bestimmt die Möglichkeiten der Wärmedämmung in Bezug auf die Füllung. Farbe und Erscheinungsbild der Einlage werden dem Rahmen angepasst. Scharniere sind auch als Türbänder bekannt und passen optisch zu Türgriffen und der Schließtechnik.

Massivholztür

Massivholz ist ein Qualitätsbegriff und muss sich strengen Normen unterwerfen. Das grenzt Produkte aus Massivholz von anderen Produkten ab. Eine Massivholztür besteht deshalb tatsächlich komplett aus natürlichem Holz. Pressspan oder MDF sind dort nicht zu finden. Bei besonders hochwertigen Türen, die aus massivem Holz gebaut sind, stammt dieses aus nachhaltigen Beständen. Diese Türen weisen verschiedene Vorteile auf, denn das offenporige Holz verleiht ein perfektes Raumklima. Zudem hat es eine antibakterielle Wirkung. Des Weiteren sehen Massivholztüren optisch sehr ansprechend aus und überzeugen durch individuelle Maserungen. Deshalb handelt es sich bei jeder einzelnen Tür aus massivem Holz um ein Unikat aus der Natur. Die Türen sind sehr widerstandsfähig und bieten einen hervorragenden Schallschutz. Es erfolgt keine elektrostatische Aufladung. Die wärmetechnischen Eigenschaften sind ideal.

Türen mit Waben- bzw. Verbundeinlage

Türen mit einer Waben- oder Verbundeinlage sind die leichtesten Vertreter dieser Art. Die Einlage zeigt sich mit einer Wabenstruktur. Diese setzt sich aus Pappe mit Imprägnierung zusammen. Damit kann das Gewicht der Tür auf etwa acht Kilogramm pro Quadratmeter verringert werden. Dafür sind Türen mit diesen Einlagen allerdings auch nicht ganz so stabil wie Türen mit anderen Füllungen. Die Einlage ist allerdings ausreichend, wenn es sich um Türen handelt, die kaum beansprucht werden. Der Name stammt von der Ähnlichkeit mit einer Bienenwabe, da die Wabeneinlage eine sechseckige Struktur besitzt. Wabeneinlagen sind druckstabil und werden auf spezielle Weise hergestellt. So wirft die Oberfläche des Blattes keine Wellen.

Türen mit Röhrenspanstreifen (RSTR)

Besteht die Einlage aus Röhrenspanstreifen, zeigt sich das in Form von separaten Stegen, die aus durchbohrten Spanplatten bestehen. Deshalb wird die Einlage so genannt. Weil die Stege sehr stabil sind, kann die Tür durchschnittlichen mechanischen Belastungen wunderbar standhalten. Diese Einlagen wiegen circa zwölf Kilogramm je Quadratmeter und sind deshalb wesentlich stabiler als Wabeneinlagen. Die einzelnen Streifen des Stegs werden im perfekten Abstand angeordnet, damit die Druckstabilität möglichst hoch bei gering gewichtigen Türen ist. Dennoch sind diese Türen stabiler und schwerer als Alternativen mit Verbundeinlage. Sie werden zum Beispiel in Wohnungen verbaut.

Türen mit Röhrenspankern (RSPK)

Noch stabiler sind Türen mit Röhrenspankern RSPK. Dabei handelt es sich um vollflächige Platten, die mit parallelen Röhren durchsetzt sind. Hierdurch ist eine ausgezeichnete Geräuschdämmung möglich. Zudem kann durch das Gewicht von etwa fünfzehn Kilogramm pro Quadratmeter eine hohe Robustheit erzielt werden. Neben der Bezeichnung Röhrenspankern sind auch die Bezeichnungen Röhrenspankerneinlage oder Röhrenspanplatten möglich. Außerdem ist eine solche Füllung besonders homogen und sorgt bei Türen für eine ruhige Oberfläche. Deshalb ist sie deutlich widerstandsfähiger als Wabenfüllungen oder Röhrenspanstreifen. Verwendet wird der Röhrenspankern bei Innentüren in hoher Qualität in Wohnungen. Diese dürfen gerne auch stärker beansprucht werden.

Türen mit Vollspaneinlage

Das Gewicht von Türen mit Vollspaneinlage liegt bei etwa 23 bis hin zu 34 Kilogramm pro Quadratmeter. Deshalb handelt es sich dabei um Türen mit dem höchsten Gewicht. Darüber hinaus sind Türen mit dieser Einlage am stabilsten. Daher sind sie speziell bei Wohnungseingangstüren zu finden. Die Vollspaneinlage besteht komplett aus einer Spanplatte. So werden Türen deutlich belastbarer. Auch Funktionstüren, zum Beispiel Schallschutztüren, werden mit einer Vollspaneinlage ausgestattet. Die mechanische Festigkeit ist bei ihnen besonders hoch. Durch die Schwere der Einlage ist die hohe Schalldämmung möglich. Werden die richtigen Dichtungen verwendet, erreichen diese Türen die Schallschutzklasse 1. Das ist die Mindestanforderung für Türen mit Wohnungsabschluss.

Die Antwort auf die Frage Türen Röhrenspan oder Vollspan sollte solche Faktoren wie Preis, Stabilität, Gewicht und Einsatzbereich umfassen.

Da wir Ihnen in diesem Ratgeber die verschiedenen Türfüllungen beziehungsweise Inneneinlagen vorgestellt haben, wissen Sie nun genau, welche Füllung Sie verwenden müssen. Schließlich erfüllt jede Einlage andere Anforderungen. Sind die Anforderungen an den Schallschutz und die Stabilität besonders hoch, müssen Sie dementsprechend eine Tür mit Vollspaneinlage verwenden.

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