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Öko-Fenster – wodurch charakterisieren sie sich?

Das Fenster ist einer der wichtigsten Teile in einem Haus, denn genügend Licht ist extrem wichtig für den Hormonhaushalt, die Stimmung und die Gesundheit. Gleichzeitig wird jedoch auch der Klimaschutz immer bedeutsamer. Wie lassen sich diese beiden Themen: Natur und Fenster durch Öko-Fenster geschickt verbinden?

Wie Fenster und Ökologie zusammenpassen

Zunächst ist es selbstverständlich wichtig, zu klären, was Ökologie überhaupt bedeutet, wenn es um Fenster geht. Zum Einen ist es sehr wichtig, ein Material auszuwählen, das der Gesundheit nicht schadet und das eine gute Ökobilanz aufweist. Das bedeutet, der Fensterrahmen besteht zum Beispiel aus nachwachsenden und/oder umweltbewusst produzierten Stoffen.

Ein Fenster wird außerdem ökologisch wertvoller, je langlebiger es ist. Je weniger ausgetauscht, ersetzt und neu gekauft werden muss, desto besser ist es für die Umwelt. Um Beständigkeit zu garantieren, muss ein Fenster gut abgedichtet, sicher und wetterfest sein. Eine gute Idee sind auch abnehmbare Außenseiten für die Fensterrahmen, denn so muss nicht das ganze Fenster ersetzt werden.

Das richtige Material für Fensterrahmen

Ökologisch wertvolle Fenster fangen bei der Auswahl des richtigen Materials an. Holz ist dabei sehr beliebt und das liegt nicht nur an der natürlichen, beruhigenden Optik. Es ist ein nachwachsender Rohstoff und außerdem CO2-neutral, tut dem Klima also gut. Auch hier sollte aber darauf geachtet werden, dass das Holz aus ökologischem Anbau stammt und FSC-zertifiziert ist.

Auch Aluminium ist für die Produktion ökologischer Fenster recht beliebt, vor allem durch den guten Wärmeschutz und die Witterungsbeständigkeit. Allerdings wird für die Herstellung von Aluminiumfenstern sehr viel Energie benötigt. Eine gute Alternative, um die Vorteile beider Stoffe zu vereinen, kann daher ein Holz-Aluminium-Verbund sein.

Die richtige Verglasung der Öko-Fenster

Neben der Abdichtung und dem Material spielt auch die Verglasung eine große Rolle – schließlich ist es das, woraus ein Fenster hauptsächlich besteht. Glücklicherweise hat die Glastechnik in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht. Am besten ist es, eine zweifache oder im Idealfall sogar dreifache Verglasung zu benutzen. Letztere ist bei Ökofenstern heutzutage Standard geworden.

Generell gilt die Faustregel: je höher die Verglasung, desto besser ist die Ökobilanz des Fensters. Bei höheren Verglasungen verhindert die dreifache Beschichtung zum Beispiel Schäden, hält die Wärme innen und erzeugt einen heizenden Effekt im Innenraum.

Der Wärmeschutz der Öko-Fenster

Ein ökologisch wertvolles Fenster verfügt über eine hohe Wärmedämmung. Das bedeutet, dass so wenig Wärme wie möglich durch das Fenster verloren gehen darf. Die Dämmeigenschaften werden in den sogenannten U-Werten gemessen. Je kleiner diese sind – zum Beispiel 0,5 oder 0,8 – desto besser ist ein Fenster gedämmt.

Holz besitzt von Natur aus sehr gute Dämmeigenschaften, weil es ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Dementsprechend eignet sich dieser Stoff am besten, doch auch moderne Alu-Fenster können gute Dämmwerte erzeugen. Neben dem Material spielt auch die Verglasung und ihre Beschichtung eine Rolle für die Dämmeigenschaft.

Wie steht es um die Sicherheit der Öko-Fenster?

Für eine hohe Sicherheit muss vor allem die Witterungsbeständigkeit der Fenster garantiert werden. Das spielt besonders bei Holz eine große Rolle, wo neben dem Oberflächenschutz auch ein Regenableiter ratsam sein kann.  Als Schutz gegen Nässe, UV-Strahlung und Schädlingsbefall sollten für eine gute Ökobilanz nur organische Öle und Lacke mit wenig Chemie eingesetzt werden.

Die Gewährleistung von Sicherheit bezieht sich allerdings auch auf die Gesundheit der Bewohner. Aus diesen Gründen sollte beispielsweise Kunststoff nicht als Material für Fensterrahmen genutzt werden. Es enthält Polyvinylchlorid, kurz PVC, einen sehr gesundheitsschädlichen Stoff, der hochgiftige Dämpfe ausstoßen kann.

Passende Montage der Öko-Fenster

Gerade im Neubau eines Hauses spielt nicht nur das Fenster selbst eine Rolle, sondern auch wo es eingebaut wird. Die Ausrichtung von Fenstern nach Süden bietet hierbei die meisten Vorteile, denn so gibt es mehr Energiegewinn als -verlust und es fallen am meisten Licht und Wärme ins Haus.

Es gibt Firmen, die speziell auf ökologische Fenster ausgerichtet sind und auf Anfrage oft auch Beratung anbieten. Ein Spezialist kann bei der Entscheidung helfen, welche Fenster sich für das Haus am besten eignen und wie sie montiert werden sollten.

Zu einem ökologisch wertvollen Fenster gehören viele verschiedene Komponenten. Neben einer möglichst hohen Verglasung, guten Dämmwerten und einer passenden Ausrichtung sollte auch das Material eine gute Ökobilanz haben. Das Fenster muss sicher und wetterfest sein, um eine lange Beständigkeit zu garantieren – so können die Bewohner auch Jahre später noch von umweltbewusstem Bauen profitieren.

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