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Stimmungsvoll und schlicht – Fenster im englischen Stil

Schöne Häuschen mit Ziegel- oder Steinmauern, drumherum kleine Gärten, Rasen und gepflegte Hecken – die englische Architektur hat ihren eigenen charakteristischen Reiz. Sie basiert auf einfachen, klassischen Formen und reicht nach Lösungen, die auf dem Kontinent nicht zu finden sind. Eine dieser englischen Besonderheiten sind Fenster, die sich zum Erstaunen vieler nach außen öffnen oder hoch und runter verschoben werden.

Die historischen und kulturellen Faktoren aber auch praktische Gründe verursachen, dass in den Häusern der Briten allgemein Fenster vorkommen, die nach außen geöffnet oder hoch und runter verschoben werden. Vielleicht hast du während eines Besuchs auf den Inseln einen kleinen kulturellen Schock erlebt und als du ein Fenster, das nach außen geöffnet wird, gesehen hast, mit einem Hauch von Irritation gedacht: Warum ist bei denen alles umgekehrt?! Du musst jedoch wissen, dass diese Art der Fenster kein neues oder auch kein Patent der Inseln ist.

 

Nach außen und vertikal – eine kurze Geschichte der Fenster

Vielleicht wird dich die Tatsache wundern, dass vor zwei Jahrhunderten in der Bauindustrie Fenster dominierten, die nach außen geöffnet werden. Nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Dies geschah aus einem einfachen Grund: Sie waren praktischer, funktioneller bei schlechtem Wetter, weil der Regen, der am Fenster entlangfloss, nicht in den Raum gelangte und der böige Wind ein solches Fenster nicht nach innen schieben konnte. Außerdem war es im Brandfall (und die Häuser wurden vor allem aus Holz gebaut) mit einem solchen Öffnungssystem leichter durch das Fenster zu entkommen. Letztendlich – die Fenster dieser Art ermöglichten eine bessere Ausnutzung der Räume, weil die Flügel im Raum keinen Platz einnahmen und man die Fensterbank beliebig ausnutzen konnte.

Ihre eigene Geschichte oder sogar zwei haben auch Fenster, die vertikal geöffnet werden und umgangssprachlich als Guillotinen bezeichnet werden.

Die erste davon erklärt, dass die Fenster des Hoch-Runter-Typs zu Beginn in Wolkenkratzern erschienen sind, was sich aus der Tatsache ergab, dass der Wind, der entlang der hohen Gebäude zog, die Fenster herausriss, unabhängig davon, in welche Richtung sie sich öffneten. In der Zwischenzeit erwiesen sich die „Guillotinen“ ohne Scharniere als sehr beständig gegen Zugluft. Die zweite Erklärung verbindet die Idee dieser Fenster mit einer raffinierten Modifikation, die von englischen Tischlern erfunden wurde. Sie sollte darauf basieren, dass das temporäre Fenster, das nur im Winter montiert wurde, in zwei Teile geschnitten wurde. Der untere Teil konnte bei Bedarf entlang der Holzführungen gehoben werden, ohne Metallelemente zu verwenden.

Heutzutage werden die sog. englischen Fenster hauptsächlich mit dem Gedanken an den britischen und irischen Markt produziert. Aufgrund ihrer besonderen ästhetischen Vorzüge erscheinen sie jedoch in Gebäuden auf der ganzen Welt.

 

Typen der englischen Fenster

Wir unterscheiden drei Hauparten:

  • Casement-Fenster sind traditionelle englische Fenster, die sich auch in Holland der Beliebtheit erfreuen. Sie sind bequem im Gebrauch und geben dem Benutzer breite Gestaltungsmöglichkeiten, denn dank den Flügeln, die nach außen geöffnet werden, gewinnt man an Raum im Zimmer. Das Öffnen der Fenster ist auch praktisch, weil man keine Blumen oder Nippes von der Fensterbank entfernen muss.
  • Stormproof-Fenster werden hauptsächlich für den britischen Markt produziert. Aufgrund der Öffnung der Flügel nach außen bieten sie – ähnlich wie die Casement-Fenster – viele Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind mit einer zusätzlichen Dichtung ausgestattet, dank was sie sich durch eine höhere Beständigkeit gegen peitschenden Regen und starken Wind charakterisieren.
  • Fenster des Sash-Typs funktionieren im Hoch-Runter-Schiebesystem, was auch eine Platzeinsparung im Raum ermöglicht und Spielraum für die Innenraumgestaltung gibt, die nicht von den Fenstern, die nach innen geöffnet werden, begrenzt wird.

 

Britische Eleganz in deinem Haus

Englische Fenster sind ein idealer Vorschlag für die Liebhaber der stimmungsvollen Gestaltungen und für diejenigen, die originelle Lösungen für ihr Haus suchen. Abhängig von dem ausgewählten Modell passen die Fenster sowohl in traditionelle als auch in modern gestaltete Räume. Da sie keinen Platz zum Öffnen benötigen, bewähren sie sich insbesondere in kleinen Räumen. Sie sind schlicht und sehr funktionell, sie ermöglichen eine einfache Montage von Rollos, Jalousien und Vorhängen. Sie präsentieren sich schön in Weiß, werden aber in fast jeder Farbe ausgeführt. Um den eleganten Charakter der englischen Fenster zu unterstreichen, werden in ihnen oft Sprossen montiert.

 

Meinung unseres Experten:

Fenster im englischen Stil helfen bei der Erschaffung einer stimmungsvollen Atmosphäre. Sie passen in das, was wir als klassischen Stil bezeichnen, und dieser kommt – wie man weiß – nie aus der Mode. Aus diesem Grund haben die englischen Fenster auch in Deutschland ihre Enthusiasten gefunden.

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