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Türen richtig ausmessen: Sichergehen, dass die Tür auch passt

Vor dem Kauf einer Tür muss diese richtig ausgemessen werden. Ist dies nicht der Fall, kann es ziemlich ärgerlich werden, wenn die Tür geliefert wird. Aber wie Türen ausmessen. Damit die Montage der Tür problemlos verläuft, müssen die benötigten Maße korrekt bestimmt werden. Mit richtigen Schritten kann man selbst problemlos Haustür und Zimmertür ausmessen.

Benötigtes Werkzeug zum Ausmessen

Beim Ausmessen der Tür müssen einige Faktoren berücksichtigt werden, damit dies auch gelingt. Ist dies nicht der Fall, wird die Montage der Tür erschwert oder gar unmöglich gemacht. Immerhin erfolgt die Bestellung der neuen Türen nach bestimmten Maßen. Vor dem Ausmessen  sollte man sich jedoch mit dem Aufbau einer Tür auseinandersetzen. Zu den wichtigsten Punkten gehören das Türblatt, die Zargen, die Wandstärke, das Maueröffnungsmaß und die Öffnungsrichtung der Tür. Zudem ist die Oberkante fertiger Fußboden zu beachten. Wer das Türblatt ersetzen möchte, muss die Höhe und die Breite des Türblatts beachten, sowie die Öffnungsrichtung. Dies alles gelingt mit einem Metermaß.

Türen-Aufmaßblatt ermitteln

Durch das Ausmessen wird das Türen-Aufmaßblatt erstellt. Anhand dieses wird das richtige Standard-Türblattmaß ausgewählt, welches zur Bestellung zur Auswahl steht. Zu diesem Zweck werden die Wandstärke, die Höhe und die Breite gemessen. Sich bei der Wandstärke auf Bauzeichnung zu verlassen, wird keinesfalls empfohlen, da diese nicht die endgültige Wandstärke ausweist. Daher wird immer die fertige Wand gemessen. Dabei wird das Komplettmaß, mitsamt Fliesen und Putz, ermittelt. Die Wandstärke wird an drei verschiedenen Stellen  gemessen, damit die Wertermittlung sicherer ist; kurz unter dem Sturz im oberen Bereich, in der Mitte und knapp über dem Boden. Bei verschiedenen Maßen wird das stärkste angegeben.

Haustür und Zimmertür ausmessen

Beim Haustür und Zimmertür Ausmessen gibt es kleine Unterschiede. So muss beim Ausmessen der Haustür die Einbauluft zusätzlich mit beachtet werden. Dadurch wird nämlich gewährleistet, dass sich die Haustür beispielsweise bei starker Hitze genügend ausdehnen kann. Daneben gilt es zu klären, ob die Haustür mit oder ohne Anschlag eingesetzt wird. So wird die Haustür ohne Anschlag in die Maueröffnung eingesetzt. Dagegen wird der Rahmen im Falle der Montage mit Anschlag hinter den Anschlag montiert. In diesem Fall muss beim Ausmessen berücksichtigt werden, dass der Rahmen ein bisschen hinter dem Anschlag steht, damit dieser beim Öffnen und beim Schließen mit dem Anschlag nicht in Berührung kommt.

Bei der Ermittlung der Maße der Tür im Altbau und im Neubau gibt es manchmal kleinere Unterschiede. Denn hier verhalten sich die Abmessungen aus technischen und aus baulichen Gründen etwas anders als im Neubau.

Breite der Tür ausmessen

Im Altbau wird bei der Abmessung der Breite die Breite der Mauerpfalz bestimmt, bzw. der Abstand zwischen der rechten und der linken Laibung. Handelt es sich um das Abmessen einer Haustür, sollte im Altbau sowohl im oberen als auch im unteren Bereich doppelt gemessen werden. In diesem Fall wird vom kleineren Ergebnis noch etwa 20 Millimeter abgezogen, damit der Einbau der neuen Tür reibungslos verlaufen kann.

Handelt es sich um eine Tür im Neubau, wird auch hier die Breite zwischen der Maueröffnung gemessen, ebenfalls an zwei verschiedenen Stellen. Auch hier werden etwa 20 Millimeter vom kleineren Wert abgezogen.

Höhe der Tür ausmessen – Altbau

Im Altbau wird zunächst die Höhe der Zarge innen gemessen, und zwar vom Fußboden bis zu der Oberkante der Tür. Es wird sowohl an der linken, als auch an der rechten Seite gemessen. Bei Abweichungen wird das kleinere Maß genommen und von diesem werden etwa 10 Millimeter abgezogen. In diesen Spalt können später Dichtungen eingebaut werden. Es wird auch die Innenseite auf dieselbe Weise gemessen.

Die Bestellung erfolgt im Grunde anhand der Messung am inneren Rand. Im Altbau ist es jedoch möglich, dass ein Höhenunterschied am unteren Bereich festgestellt wird. In diesem Fall sind zusätzliche Maßnahmen beim Einbau notwendig, wie z.B. das Abdecken eines Höhenunterschiedes mit einer Deckleiste.

Höhe der Tür ausmessen – Neubau

Bei Neubau wird beim Ausmessen der Höhe die Höhe der Wandöffnung vermessen. In diesem Fall wird das Messen an zwei Stellen ebenfalls empfohlen. Als Grundlage wird erneut der kleinere Wert genommen. Von diesem werden 20 Millimeter abgezogen.

Neben der relevanten Bestellhöhe muss im Neubau auch der Fußbodenaufbau mit berücksichtigt werden. So wird die Höhe des vorhandenen oder gewünschten Fußbodenaufbaus bestimmt. Davon werden 10 Millimeter abgezogen, um die richtigen Maße der neuen Tür zu erhalten.

Öffnungsrichtung bestimmen

Bei der Bestellung der Tür wird der Händler auch die Angabe zu der gewünschten Öffnungsrichtung verlangen. In diesem Fall spricht man von DIN links und DIN rechts. Zwar mag dies banal wirken, doch für den Laien ist es oft nicht einfach, die Öffnungsrichtung zu bestimmen.

Die DIN-Richtung DIN-rechts wäre beispielsweise, wenn man vor einer verschlossenen Tür steht und die Türangeln auf der rechten Seite erblickt und die Türklinke auf der linken Seite. In diesem Fall wird die Tür nach rechts geöffnet. Wird die Tür nach links geöffnet, befindet sich die Türklinke rechts und die Türangeln sind auf der linken Seite.

Die Öffnungsrichtung bestimmen meist mehrere Faktoren, wie beispielsweise die Position der Lichtschalter. Wir beraten Sie gerne hierzu ausführlich und helfen Ihnen dabei, die Öffnungsrichtung zu bestimmen.

Der Kauf einer Tür erfolgt ziemlich schnell und einfach, wenn diese richtig ausgemessen wird. Ist dies nicht der Fall, kann sich das Ganze schwierig gestalten, da die Montage erschwert wird. Das Ausmessen kann man selber mittels eines Maßbandes erledigen. Doch dabei sollen die wichtigsten Punkte beachtet und die Schritte, wie empfohlen, befolgt werden.

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