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Wärmedämmverbundsystem
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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein WDVS?

WDVS ist eine Abkürzung und steht für Wärmedämmverbundsystem. Hierbei handelt es sich um ein System, das zum Dämmen von Gebäudeaußenwänden gedacht ist. Ein WDVS besteht normalerweise aus der Befestigungsart, einem Dämmstoff, einer Putzträger- und einer Oberflächenschicht. Alternativ kann statt eines WDVS auch eine vorgehängte hinterlüftete Fassade benutzt werden, die als Konkurrenzmodell angesehen wird.

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WDVS: Untergrundvoraussetzung und Befestigung

Für den Aufbau und die Montage eines WDVS bieten sich grundsätzlich alle Untergründe an. Ist der Untergrund ausreichend tragfähig, können die Dämmplatten direkt angeklebt werden. Dies ist vor allem bei ebenen Untergründen der Fall. Hier kann das Dämmmaterial, das häufig in Form von Platten vorkommt, bei einem Gewicht von unter zehn Kilo pro Quadratmeter ganz einfach mit Klebemörtel auf den vorhandenen Außenputz angebracht werden. Ist der Untergrund uneben oder der Dämmstoff nicht fest genug, so werden die Platten zusätzlich mit Dübeln verankert. Hierbei handelt es sich auch um eine bewährte Methode in Regionen mit Wetterextremen und hohen Windlasten und ist bei bestimmten Gebäudehöhen sogar vorgeschrieben. Ob Sie Dübel verwenden müssen beziehungsweise wie viele Dübel verwendet werden müssen ist in der bauaufsichtlichen Zulassung des Herstellers vorgeschrieben. Dank der zusätzlichen mechanischen Befestigung wird ein Ausbrechen der Dämmung verhindert. Bei Altbauten wird gerne auch auf eine Kombination aus Verdübeln und Verkleben zurückgegriffen. Aus statisch relevanter Sicht bietet sich hier für einen WDVS diese duale Lösung wegen des unebenen oder beschädigten Untergrundes an. Auch mineralische Dämmstoffe mit einem größeren Gewicht oder Format müssen immer geklebt und gedübelt werden. Bei besonders unebenen Untergründen werden zudem noch Schienensysteme verwendet, an denen die Platten befestigt werden. Die Verklebung entfällt dabei komplett. Da es sich bei der Schienenbefestigung um die teuerste Art der Befestigung handelt, wird sie nur bei starken Unebenheiten eingesetzt.

WDVS: Unterputz, Oberputz und Anstrich

Auf den Dämmstoff werden ein Armierungsmörtel oder ein Unterputz aufgetragen. Den Abschluss bildet ein sogenannter Oberputz, der in einem weiteren Schritt noch angestrichen werden kann. Hinsichtlich des Oberputzes beim WDVS gilt, dass mineralische Putze sich bauphysikalisch besser anbieten als organische Putze. Besonders Strukturputze sind bei einem WDVS vorteilhaft, da sie keinen Anstrich benötigen, ein Algen- und Pilzwachstum wegen ihres hohen pH-Wertes vermindern, schneller trocknen und dank ihrer höheren Dichte besser Wärme speichern als organische Putze. Auch ökologisch sind mineralische Putze von Vorteil: Im Gegensatz zu organischen Putzen bestehen sie nicht aus Kunststoffen und sind somit besser zu entsorgen. Gerade bei mineralischen Oberputzen wird beim WDVS ein Egalisationsanstrich empfohlen, durch den sich die die Vorsorge vor Farbtonveränderungen bei eingefärbten Putzen, die Verzögerung unschädlicher Bewitterungserscheinungen, die wasserabweisende Funktion des Putzsystems und die Beständigkeit der Schutz vor Algenbildung und Pilzbefall verbessert.

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