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Was ist der Wärmedurchgangskoeffizient und wozu braucht man ihn?

Der Wärmedurchgangskoeffizient, früher auch k-Wert genannt, ist ein Maß für die Wärmedurchlässigkeit eines Bauelementes. Er gibt an, wie viel Wärme beim Durchgang durch einen festen Körper verloren geht. Es handelt sich um einen spezifischen Kennwert, der durch die Wärmeleitfähigkeit, die Dicke der Materialien, die Wärmestrahlung und die Konvektion der Oberflächen bestimmt wird. Er dient als Indikator für die Wärmedämmeigenschaften bestimmter Materialien und gibt an, wie gut etwas – sei es eine Wand oder ein Fenster – gedämmt ist. Hierbei gilt: Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmeigenschaften. Der Wärmedurchgangskoeffizient wird in der Einheit Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) angegeben. Das heißt, dass der k-Wert zeigt, wie viel Wärmeleistung pro Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin zwischen Innen- und Außenbereich durch das Bauteil verloren geht. Als Formelzeichen für den Wärmedurchgangskoeffizienten wird in der Regel im Maschinenbau und der Verfahrenstechnik der k-Wert, im Bauwesen der U-Wert benutzt. Der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten ist der Wärmedurchgangswiderstand.

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist bei Hausbau und Sanierung wichtig. Die EnergieEinsparVerordnung, kurz EnEV, enthält klare Vorgaben, die Sie beachten müssen. Jedes Bauteil hat klar vorgeschriebene Angaben, die eingehalten werden müssen. Ist dies nicht der Fall, drohen Ihnen Bußgelder in Höhe von 50.000 Euro. Wir von polnischefenster24.de klären Sie auf, was zu beachten ist und geben Ihnen Richtwerte zur leichteren Orientierung mit auf den Weg.

Wie wird der k-Wert berechnet und welche Richtwerte gibt es bei Fenstern?

Der k-Wert lässt sich ganz leicht mithilfe von Internetrechnern ausrechnen. Durch das Variieren der Dämmstoffe und ihrer Dicke lässt sich ermitteln, wie viel der Dämmschutz in den eigenen Wänden nützt und sich dabei selbst an den EnEV- und Passivhausstandards messen. Wollen Sie den Wert selbst herausfinden, geht es ans Rechnen. Zuerst müssen Sie wissen, wie dick jede Schicht Ihrer Wand ist und woraus sie bestehen. Dann können Sie in einer Tabelle die Wärmeleitfähigkeit für jede dieser Schichten nachschauen. Durch die Addition der einzelnen Werte können Sie den Wärmedurchlasskoeffizient für Ihre Wände berechnen. Die Messung sollte bei stationärem Temperaturverlauf, das heißt bei einer konstanten Temperatur auf beiden Seiten, stattfinden, da so die Wärmespeicherfähigkeit eines Körpers das Messergebnis nicht verfälschen kann.

Fenster sind meist der Energieverschwender schlechthin in jedem Haus. Egal ob KunststofffensterHolzfenster oder Aluminiumfenster – selbst mit Mehrfachverglasung erreichen Sie nie den gleichen Wärmedurchgangskoeffizienten wie gedämmte Wände. Vor allem Fensterrahmen sind oft für eine unzureichende Wärmedämmung verantwortlich. Der k-Wert bezieht Wärmebrücken, die durch Übergänge etc. entstehen nicht ein. Dies resultiert in einem höheren Wärmedurchlass als errechnet. Daher gibt es noch weitere Verfahren, mit denen Wärmeverluste erfasst werden können. Für Fenster unterscheidet man zwischen dem k-Wert, dem Uf-Wert, dem Ug-Wert, dem Uw-Wert, dem ψg-Wert und dem ψe-Wert. Die einzelnen Werte, die für die Verglasung, den Rahmen und das gesamte Fenster stehen, werden einzeln ermittelt. Beim Kauf eines neuen Fensters sollten Sie auf den Uw-Wert des gesamten Fensters achten. Der k-Wert liegt typischerweise bei 0,1 W/(m²K) und ist höher als der Ug-Wert. Der Uf-Wert ist der Kennwert für Fensterrahmen. Das f steht hier für das englische frame. Ein typischer Wert ist 1,3 W/(m²K). Der Ug-Wert (g für englisch glazing) beschreibt den Kennwert für Fensterglas, während Uw-Wert (w für englisch window) den Kennwert des gesamten Fensters meint. Bei ersterem ist ein maximaler Wert von 1,10 W/(m²K) zulässig, während Letzterer bei 1,30 W/(m²K) liegen darf. Beim ψg-Wert handelt es sich um die Wärmebrücke zwischen Glasscheiben, beim ψe-Wert um die Wärmebrücke zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk.

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