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Fenster gegen Einbruch sichern – Tipps für einbruchssichere Fenster

 

In Deutschland werden jährlich knapp 110.000 Wohnungseinbrüche gemeldet. Grund für die hohe Anzahl sind neben fahrlässigem Verhalten schlichtweg fehlende Sicherheitsmaßnahmen. Von Dieben ausgenutzte Schwachstellen sind beispielsweise gerne ungesicherte oder instabile Fenster. Lediglich zehn Sekunden benötigt ein Einbrecher mit einem simplen Schraubenzieher, um sich Zutritt über ein Fenster zu verschaffen. Der entstandene Sachschaden liegt nicht selten im vierstelligen Bereich. Doch wie soll man Fenster absichern und welche Kosten entstehen dabei?

Fenstersicherung nachrüsten leicht gemacht

Sicherheit in den eigenen vier Wänden muss nicht teuer sein. Auch ältere Fenster verschiedener Modelle lassen sich problemlos nachrüsten. Erstes Sicherheitsmerkmal ist die sogenannte Pilzkopf-Verriegelung, die ein Aufhebeln des Fensters verhindert. Der Zapfen der Verriegelung verankert das Fenster fest im Mauerwerk. Auch über die Anschaffung eines Anbohrschutzes sollte man nachdenken. Der Bolzen ist im Schließzylinder verankert und schützt diesen vor Manipulation und Beschädigung von außerhalb. Alternativ lohnt sich das Anbringen einer stabilen Sicherungsstange. Sie befindet sich nicht direkt am Fenster, sondern wird am Mauerwerk angebracht. Sie sorgt für zusätzliche Stabilität und erschwert ein Aufhebeln des Fensters sowie das Eindringen des Einbrechers.

Abschließbarer Fenstergriff bietet Sicherheit

Privatpersonen mit kleinen Kindern greifen gerne zu abschließbaren Fenstern zurück, um ihre Kinder vor Verletzungen zu schützen. Doch bieten abschließbare Fenstergriffe auch einen hervorragenden Schutz vor Einbrechern. Natürlich bietet der abgesicherte Fenstergriff keinen Schutz vor eingeschlagenen Scheiben, doch greifen die wenigsten Eindringlinge auf lautstarke Methoden zurück. Öfter versuchen Einbrecher, kleine Löcher ins Fensterglas zu schneiden und das Fenster durch den Griff zu öffnen. Gelingt dies nicht, ergreifen die meisten Einbrecher umgehend die Flucht. Neuere Modelle bieten einen integrierten Alarm, der ertönt, sobald Gewalt auf den Griff einwirkt. Abschließbare Fenstergriffe sind recht kostengünstig und sind schon für knapp 20 Euro pro Stück erhältlich.

Bruchsicherheit durch einbruchhemmendes Fensterglas

Normales Fensterglas ist sehr brüchig und gibt durch äußere Gewalteinwirkungen schnell nach. Schon ein fester Schlag oder Tritt genügt, um das Glas eines normalen Fensters zu zerbrechen. Täter nutzen diese Schwachstelle gerne aus und verhelfen sich durch das Zerbrechen der Scheibe in die Wohnung. Sicheres Fensterglas besteht aus dem Verbund zweier Scheiben mit integrierter Sicherheitsfolie. Pro Fenster belaufen sich die Kosten für das Sicherheitsglas auf rund 200 Euro. Günstiger ist die nachträgliche Aufrüstung der Fenster durch Sicherheitsfolie. Die transparente Folie verleiht dem Glas Stabilität und schreckt Eindringlinge effektiv ab.

Der Nutzen einer Scharniersicherung

Bei der Absicherung der Fenster wird in der Regel an die Schließseite gedacht. Doch auch die Scharniere benötigen zusätzlichen Schutz vor äußerer Gewalteinwirkung. Eine Sicherung der Scharniere lässt sich nachträglich an nahezu sämtliche Kunststoff- und Holzfenster montieren. Durch die Bindung zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel wird die Stabilität der Scharnier-Seite deutlich verstärkt, was ein Aufhebeln oder Aufbrechen erschwert.

Rollladen sichern

Die erste Barriere zwischen Wohnung und Eindringling ist der Rollladen. Ein einbruchssicherer Rollladen besteht daher aus stabilem Material und wird von verstärkten Führungsschienen in Position gehalten. Gute Modelle besitzen zudem eine zusätzliche Sicherung, um das Hochschieben von außen zu verhindern. Die Nachrüstung eines sicheren Rollladens kostet ungefähr 100 Euro pro Quadratmeter.

Fensteralarm montieren

Einen kostengünstigen und wirksamen Schutz vor Einbrechern bietet ein Fensteralarm. Er besteht aus zwei Komponenten. Ein Teil wird am Fensterrahmen montiert, das andere auf selber Höhe am Fensterrahmen. Wird der Alarm aktiviert, bildet sich zwischen beiden Komponenten ein Magnetfeld. Wird das Magnetfeld durch das sich öffnende Fenster unterbrochen, ertönt ein lautstarker Alarm. Ein solcher Fensteralarm lässt sich auch problemlos an Haustüren oder Balkontüren anbringen. Obwohl ein Fensteralarm das Eindringen des Täters nicht verhindert, wirkt der laute Alarm abschreckend und schlägt Einbrecher zumeist in die Flucht. Systeme sind schon für kleines Geld zu haben und lassen sich an jedes Fenster anbringen.

Durch einen Einbruch kann ein hoher Schaden entstehen. Häufig übersteigt der Schaden die Kosten für die Absicherung des Hauses um ein Vielfaches. Denn schon minimale Sicherheitsmaßnahmen reichen meist aus, um einen Einbruch zu verhindern. Ein Fensterschutz ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich teure Objekte im Haus befinden, da Versicherungen oftmals nur dann greifen, wenn Schwachstellen des Hauses angemessen abgesichert sind.

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