Sie brauchen frische Luft im Haus? Einfach den Fenstergriff drehen oder die Kippfunktion nutzen und schon strömt Außenluft herein. Nach einer Weile ist die Wunschtemperatur erreicht und der Luftaustausch geglückt. Jetzt eine erneute kurze Drehung am Griff und der Flügel kann geschlossen werden. Fenster bedienen ist kinderleicht und kann nahezu jeder. Aber aus welchen Bestandteilen besteht ein modernes Modell und wer gilt als Fensterproduzent? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen moderner Kunststofffenster-Herstellung.
Baustein 1: Das Fensterprofil, Rahmen und Flügel entstehen
Die Fensterproduktion unterscheidet sich je nach Profil-Material: Kunststoff, Aluminium, Holz oder Kombinationen daraus werden dabei verwendet. Da in Deutschland zu zwei Dritteln Kunststofffenster hergestellt werden, schauen wir uns die Fertigung mit diesem Werkstoff genauer an.
Im ersten Schritt liefert das ausgewählte Fensterprofil-Unternehmen, zum Beispiel Kömmerling, Salamander oder Veka, die vom Kunden gewünschten Profile in langen, in der Regel 6 bis 6,5-Meter-Stäben. Die Profile sind bereits mit modernen Luftkammern, Wasserschlitzen etc. ausgestattet und im gewünschten Farbton foliert.
Je nach gewünschter Fenstergröße erfolgt nun der passende, maschinelle Zuschnitt für den Rahmen und den Flügel. Die Kunststoffprofile werden innen mit Stahlprofilen verstärkt, diese schneiden die Fensterproduzenten ebenfalls auf die richtigen Maße zu und führen sie in das Profil ein. Außerdem werden die Kunststoffprofile mit den geeigneten Bohrungen versehen.
Anschließend werden die Kunststoff-Profile fachgerecht verschweißt. Dafür wurde extra ein kleiner Längenüberschuss berechnet, sodass die Naht durch Abbrennen der Schweißzugabe an der perfekten Stelle entsteht. Dieser Vorgang dauert nur 1,5 bis 2 Minuten. Dann ist ein kompletter Rahmen verschweißt.
Baustein 2: Dichtungen
Danach heißt es: Dichtungen einziehen! In manchen Fällen sind die Dichtungen bereits am Profil verschweißt, in anderen werden spezielle Dichtungen von Hand eingezogen oder verklebt. Bei 3-fach-verglasten Fenstern sind drei verschiedene Dichtungen üblich: Zwei Anschlagdichtungen um Rahmen und Flügel sowie eine Mitteldichtung im Rahmen. Separat zu betrachten sind die Verglasungsdichtungen, welche die Ränder zwischen Verglasung und Flügel luftdicht verschließen.
Baustein 3: Einbau der Beschläge
Nachdem die Rahmen plus Dichtungen vollständig montiert sind, folgen die Beschläge. Unterschiedliche Fensterbeschläge bestimmen die Mechanik, also den Öffnungsmechanismus, und die Sicherheit Ihrer Fenster. Dazu zählen Scharniere, Eck- und Scherenlager und weitere Elemente, die entsprechend am Flügel und am Rahmen eingebaut und verschraubt werden müssen. Gegen Aufpreis sind bei vielen Herstellern heutzutage auch vollverdeckt liegende Beschläge möglich.
Rahmen und Flügel werden dann durch die Fensterproduzenten zusammengesetzt.
Baustein 4: Oberflächenbearbeitung
Als nächstes gibt es die Möglichkeit, Rahmen und Flügel weiter zu verschönern und mit Sonderausstattungen „aufzupimpen“: zum Beispiel mit modernen Alu-Schalen in unterschiedlichen Farbtönen. Dadurch lässt sich etwa innen ein anderes Design als außen an Rahmen und Flügel wählen.
Baustein 5: Die Verglasung
Zum Schluss wird die 2- oder 3-fach-Verglasung von den Fensterproduzenten eingesetzt, je nach Kundenwunsch und Profilvorgabe. Die Scheiben wurden zuvor optional für besseren Schallschutz oder als Sonnenschutzverglasung präpariert und können mit einer sogenannten warmen Kante für einen verbesserten Wärmeschutz ausgestattet werden. Nun kann die Verglasung verspannt und die Glashalteleiste eingefügt werden. Die Glashalteleiste hält, wie der Name schon sagt, das Glas sicher im Flügel. Auf diese Weise kann die Verglasung aber auch bei Bruch oder Beschädigung einfach ausgetauscht werden.
Ist ein Rollladen oder sind Fensterbänke geplant, verschrauben die Fachleute dafür nun die dazugehörigen Führungsschienen und Teile. Schließlich kann das fertige Fenster verpackt und versandt werden.
Viele Arbeitsschritte können heutzutage maschinell und automatisch erledigt werden, aber für bestimmte Prozesse ist immer noch die Fertigkeit und das Know-how von Experten gefragt – vor allem Sonderformen und -maße sind echte Handarbeit.
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