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6 Tipps für barrierefreie Balkontüren

 

Nicht nur in der rollstuhlgerechten Wohnung wird heute Wert auf die barrierefreie Balkontür gelegt. Ist die Balkontür barrierefrei, entfällt eine gefährliche Stolperfalle in der Wohnung. Bei der Umrüstung müssen jedoch viele wichtige Aspekte bedacht werden, z.B. die Feuchtigkeitssperre und Art der Öffnung der Tür.

1. So wird die Balkontür barrierefrei

Eine barrierefreie Balkontür erhöht den Wohnkomfort. Das ist nicht nur für Menschen mit Gehbehinderung wünschenswert, sondern für alle Bewohner. Allzu schnell können Sie über die hohe Balkontürschwelle stolpern und sie ist hinderlich beim Umräumen von Balkonmöbeln und mehr. Mit der Beseitigung der Schwelle wäre die Tür aber wasser- und winddurchlässig. Daher müssen mit der neuen Balkontür Drainroste und entsprechende Abdichtungen eingebaut werden. Für barrierefreie Türen ins Freie gelten baumäßig bestimmte Vorschriften der Normen zum barrierefreien Bauen DIN 18040-1/-2. Sowohl der Selbsteinbau wie Einbau durch eine Firma müssen dem gerecht werden. Die Normen betreffen u.a. Türbreite, Öffnungsgriffe, Bewegungsflächen im Türvorraum und Dichtungen.

2. Erlaubt ist die niedrige Bodenschwelle

Für die barrierefreie Balkontür ist höchstens die niedrige Bodenschwelle mit maximal 2 cm zugelassen. Diese Balkontür mit niedriger Bodenschwelle kann auch vom Rollstuhl mühelos genommen werden. Sie sollte nicht scharfkantig aufragen, sondern möglichst leicht gerundet und somit keine Stolperfalle sein. Liegt der Balkonboden unter dem Bodenniveau vom Zimmer, muss zusätzlich noch eine überfahrbare Schräge/Minirampe gebaut werden. Wird eine Balkontür mit Magnetdichtung eingebaut, ragt das eingelassene Schwellenprofil nur ca. 2 mm über. Magnetdichtungen erweisen sich als sehr gut abdichtend und sind bei Installation der erforderlichen Drainroste sehr sicher, langlebig und komfortabel. Die Alternativen sind absenkbare Dichtungen an der Tür, die sich mit der Verrieglung der Balkontür schließen.

3. Drainroste für die barrierefreie Balkontür

Würde einfach nur die Schwelle entfernt und eine neue Balkontür eingebaut werden, könnte es bei Schlagregen zum Wasserschaden im dahinterliegenden Raum kommen. Das wünscht sich niemand. Dem Wasser muss also eine schadensfreie Abflussmöglichkeit geboten werden. Dafür gibt es die Drainroste, über die das Wasser unter dem Balkonboden abfließen kann. Die Roste sind Bestandteil eines beim Balkonbau integrierten Drainagesystems für den Wasserabfluss ins Abflussrohr an der Hauswand. Die Drainageroste dürfen selbstverständlich keine weitere Stolperfalle bilden, sondern müssen passgerecht eben mit dem Boden abschließen. Beim Neubau wird das Drainagesystem gleich integriert, bei Altbauten müssen entsprechende Zuleitungen zum Abfluss nachgerüstet werden.

4. Türgriff in Rollstuhlhöhe anbringen

Soll die Balkontür barrierefrei werden, sind noch weitere Einzelheiten zu beachten. Die barrierefreie Tür muss eine Mindestbreite von 90 cm haben und der Türgriff ist in Rollstuhlhöhe anzubringen, sofern die Tür auch von Rollstuhlfahrern genutzt wird. Beim Rollstuhl, aber auch der ständigen Nutzung des Rollators muss bei einer Drehtür ein ausreichend großer Bewegungsraum vorhanden sein. Vorteilhafter als Drehtüren sind für Menschen mit dem Rollstuhl oder Rollator Schiebetüren, die kein Zurücksetzen beim Öffnen der Tür erfordern. Über verschiedene, komfortable, günstige Modelle können Sie sich gleich bei der Fenster Welten GmbH informieren. Glasflächen bei vollverglasten Türen sollten durch eine Klebefolie gekennzeichnet sein. Es gibt günstige, dekorative Folienbilder.

5. Falscher Abdichtungsrand als Schadensfall

Einen erheblichen Qualitätsmangel stellt beim Einbau einer barrierefreien Balkontür ein ungenügender Abdichtungsrand dar. Der Abdichtungsrand ist wichtig, da er faktisch die Türschwelle ersetzt. Sehr häufig musste ein unzureichender Abdichtungsrand als Schadensfall für Wasserschäden festgestellt werden. Fehler kommen häufig zwischen Dichtung und Leibung vor. Daher sollten Sie beim Kauf einer barrierefreien Balkon- oder Terrassentür unbedingt auf eine sehr gute Qualität sehen, auf einen qualitätsgerechten Abdichtungsrand. Aber auch beim Einbau der Tür können Fehler unterlaufen, die später Wasserschäden zur Folge haben. Lassen Sie daher die Balkontür barrierefrei lieber von einer Fachfirma montieren. In dem Fall gibt es nicht nur für die Tür, sondern auch den Einbau eine Garantie.

6. Gute Lösung – die barrierefreie Hebeschiebetür

Die barrierefreie Hebeschiebetür wird beim Öffnen durch Schieben leicht angehoben. Beim Schließen senkt sich die Tür. Bei einem exakten Einbau und entsprechenden Vorarbeiten bei Türöffnung und Boden bietet diese Tür viel Komfort bei der Bedienung. Gleichzeitig sind Qualitätsmodelle dieser Türen gerade für barrierefreie Zugänge ins Freie besonders schadensfrei und sicher gedichtet. Wie jede Schiebetür braucht die barrierefreie Hebeschiebetür den Schieberaum in Türbreite neben der eigentlichen Türöffnung. Das muss beim Bau oder Umbau entsprechend beachtet werden. Da diese Türen jedoch wenig störungsanfällig und hochwertig sind, ist die Nachfrage groß. Eine barrierefreie Hebeschiebetür gibt es in verschiedenen Abmessungen, auch nach Maß online zu kaufen.

Barrierefrei auf den Balkon – mehr Wohnkomfort

Wird der Zugang zum Balkon schwellenfrei gebaut oder umgebaut, erhöht das den Wohnkomfort. Nicht nur für Menschen mit Gehbehinderung lohnt es sich, den Balkon barrierefrei zu machen. Für barrierefreie Balkontüren sind einige wichtig Baunormen zu erfüllen. Die Balkontür muss vollständig dicht, wärmegedämmt und gut bedienbar sein.

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