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Fenster gegen wärme schützen

Gerade im Hochsommer dringen durch die Fenster Sonnenstrahlen und bringen dabei eine große Portion Hitze mit sich. Die in die Wohnung von draußen nach innen eindringende Wärme kann die Lebensqualität innerhalb des Hauses oder der Wohnung erheblich negativ beeinflussen. Wollen wir es doch gerade im Sommer in unseren eigenen vier Wänden schön kühl und erfrischend haben. Wie man sich am besten bei seinen Fenster vor der einfallenden Wärmeeinstrahlung schützt, erfahren Sie hier!

Fenster mit Wärmeschutz im Sommer

Hat man eine gut gedämmte Wohnung, sind die Fenster meist die einzigen Wege für Sonnenstrahlen und Wärme, um in den Wohnbereich zu gelangen. Im so genannten „Gesamtenergiedurchlassgrad“ (g-Wert) steckt der Anteil der Hitzestrahlung, der durch die Fenster in den Raum gelangen kann. Wie hoch dieser g-Wert ist, hängt von der Art der Verglasung Ihrer Fenster ab: Herkömmliche Wärmeschutzgläser haben einen g-Wert von 0,6. Das bedeutet, dass etwas 60% der Wärmeenergie der Sonne durch die Fenster dringt. Sie können Ihre Räume allerdings auch noch mehr schützen: Spezielle Sonnenschutzgläser als Hitzeschutz, die mit einem g-Wert von bis zu 0,18 glänzen können, verringern die Einstrahlung durch Reflexion des Sonnenlichts oder durch Absorption und halten die Hitze optimal draußen.

Fenster-Sonnenschutz im Winter

Im Winter möchte man die wärmende Energie der Sonne gerne in seine Räumlichkeiten lassen: Hier würde sich ein Abblocken der Wärmeeinstrahlung negativ auf die eigenen Heizkosten auswirken und ist somit nicht ratsam. Dennoch will man an einigen Tagen zwar die Wärme der Sonne, nicht doch aber ihre Helligkeit im Raum haben. Hier empfehlen sich weniger abgedunkelte Gläser, da sie zumeist auch mit dem Prinzip der Absorption oder Reflexion arbeiten und so gleichermaßen Wärme und Helligkeit außerhalb der Räume lassen. Für die Winterzeit eignen sich besser helle Vorhänge aus leichten Stoffen, die zusätzlich mit dicken, vor Helligkeit schützenden Vorhängen an den Fensterrahmen angebracht werden. Fenstervorhänge und Gardinen aus transparenten, luftigem Gewebe sind für solche Vorhaben ebenso geeignet wie die lichtschützenden Lamellenvorhänge, bei denen man den Grad des Lichteinfalls zusätzlich noch variieren und bestimmen kann.

Sonnenschutz Außen für Fenster

Sonnenschutzelemente die man außen anbringen kann sorgen am besten dafür, dass die Wärmeeinstrahlung davon abgehalten wird, durch die Fenster ins das Rauminnere der Wohnung zu gelangen. Dabei wird eine Überhitzung der Wohnräume in optimalster Weise verhindert. Wenn es um typischste Produkte für einen Draußen-Sonnenschutz geht, dann gibt es Fensterläden, Außenjalousien und Außen-Raffstores oder (ausfahrbare) Markisen. All diese Methoden verfügen über die angenehme Möglichkeit, mit einem Motor bzw. einer Steuerung versehen und so auf Knopfdruck bedienbar gemacht zu werden. Allerdings sollte man sich bewusst machen, dass ein derartiger Sonnenschutz aufgrund seiner Außenlage den Einflüssen der Witterung stark ausgesetzt ist und z.B. durch Sturm nicht einsetzbar wird bzw. sogar beschädigt werden könnte.

Von Jalousinen bis Gardinen: Innenliegender Sonnen- und Hitzeschutz

Im Gegensatz zum außenliegenden Sonnenschutz ist der Vorteil der Schutzelemente für innen, dass sie durch die Fensterverglasung geschützt werden. So sind die einzelnen Produkte zu jeder Zeit und jedem Wetter (auch bei Sturm) einsetzbar und man kann sie manuell schnell verändern. Zu den geläufigsten innenliegenden Produkten zum Schutz vor der Sonne und Licht gibt es Rollos, Jalousien, Gardinen, Plissees und Raffstores. Hier haben Sie die Möglichkeit, nach Ihrem Geschmack und passend zur Räumlichkeit auszuwählen. Um z.B. für optimales Licht in der Küche zu sorgen, eignen sich die auf die Fenstergröße zugeschnittenen Plissees in passenden Farben zur Kücheneinrichtung. Für den gemütlichen Wohnraum hingegen entscheidet man sich wohl besser für lange Gardinen zum Abdunkeln und Wohlfühlen.

Moderne Maßnahmen: Fenster mit Sonnenschutzglas

Wie oben bereits erwähnt gibt es zudem die Variante, in der man ein Hitzeschutzschutzglas einbaut, was den g-Wert der Sonnenstrahlen möglichst gering hält. Auf diese Weise wird die Hitze in die 4 Wände gar nicht erst eingelassen. Die spezielle Verglasung eines so genannten „Sonnenschutzglas“ beachtet im Unterschied zum bloßen Hitzeschutz-Glas den Wärmeschutz im Sommer sowie gleichsam den Wärmeverlust durch Kälteschutz in der Winterzeit. Dabei können drei verschiedene Arten von Sonnenschutzgläsern für diesen Effekt sorgen: Beschichtete Sonnenschutzgläser sind nicht-spiegelnd sowie farbneutral und lassen meist nur 20% der Wärmestrahlung in den Raum. Dimmbares bzw. schaltbares Glas kann sich durch elektrische Einrichtungern von klarem Glas bis hin zu einem dunklen Blau verändern und so bei Bedarf vor Hitze schützen. Zuletzt sorgen auch Systeme im Zwischenraum der Scheibe (als integrierte Jalouisen oder Rollos) für noch mehr Komfort und ermöglichen einen manuell oder automatisch gesteuerten Sonnen- und Hitzeschutz.

Sonnenschutzfolie als Hitzeschutz

Laut Stiftung Warentest bieten solche Folien eine preiswertere Alternative zu Sonnenschutzgläsern bei ähnlicher Wirkung. Sonnenschutzfolien kommen in den unterschiedlichsten Ausführungen und Farbtönen daher, sorgen aber alle dafür, die Sonneneinstrahlung außerhalb der Wohnung zu halten. Meistens sind sie getönt (in unterschiedlicher Graduierung). Der Vorteil in diesen Folien ist, dass sie nachträglich an die Verglasung angebracht werden können und individuell für jede Fenstergröße zuschneidbar sind. Auch, wenn die Anbringung etwas komplizierter ist und eine hohe Konzentration erfordert (zur Vermeidung von Dellen, Blasen und Knicken), sind sie im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Allerdings muss bedacht sein, dass solche Folien auch in der Winterzeit das Licht und die Wärme der Sonne abhalten. Aus diesem Grund bringt man Sonnenschutzfolien entweder nur in Räumen an, bei denen der Wärmeverlust in Wintermonaten in Ordnung ist oder man nimmt in Kauf, die Folie bei niedrig-werdenden Temperaturen zu entfernen und im Sommer erneut ein Modell dieses Produktes anzubringen.

Der Klassiker: Rollos gegen Hitze

Rollos sorgen als auf Tuchwellen aufgerollte, rechteckige Stoffbahnen für einen einfachen aber wirkungsvollen Hitzeschutz, der gleichzeitig auch als Licht- und Sichtschutz benutzt werden kann. Aufgrund einer besonders breiten Produktpalette lassen sich für jede Räumlichkeit und für jeden Geschmack passende, dekorative (Raff-)Rollos finden. Sie sind in den unterschiedlichsten Maßen, Mustern und Farben erhältlich und sorgen in unterschiedlicher Ausführung für einen Wärmeschutz: Transparente Rollos dienen mehr dem Sichtschutz und lassen einen hohen Grad an Sonneinstrahlung durch, während Thermorollos eher für den Winter gereignet sind, da sie einen energiesparenden Effekt besitzen. Verdunklungsrollos hingegen (aus Papier, Stoff oder Bambus) haben einen hitzeschützenden Effekt, da sie aus besonders dicken Materialien bzw. aus mehreren Schichten eines Materials bestehen. Sie sind entweder in einer Rafftechnik oder in der Rollvariante erhältlich und können allesamt auch wunderbar mit Gardinen kombinieren.

Durchatmen: Fenster bei Hitze schließen

Es mag nicht richtig klingen, aber: Tagsüber sollten Sie im Sommer die Fenster unbedingt geschlossen halten! Auf diese Weise kann die Hitze gar nicht erst in den Raum hereingelassen werden. Um ein optimales, kühles Raumklima in der Wohnung zu schaffen, müssen Sie ihr eigenes Lüftungsverhalten mit den Wetterbedingungen draußen abstimmen. Dadurch ergibt sich leider, dass Sie die aufgeheizte Sommerluft lieber draußen behalten sollten. Besser ist es, die kühlenden Temperaturen der lauen Sommernächte hineinzulassen und nur bei Außentemperaturen die Fenster zu öffnen, die noch relativ niedrig sind. Die beste Zeit dazu ist meist in den frühen Morgenstunden (kurz nach Sonnenaufgang, 5-6 Uhr). Auch nach Sonnenuntergang am späten Abend können Sie lüften. Während tagsüber also die Fenster geschlossen bleiben und so die Hitze abgeblockt wird, sollten der Luftaustausch in den Morgen- oder Abendstunden so effektiv wie möglich gestaltet werden: Die Fenster sollten nicht nur in Kippstellung gebracht sondern weit geöffnet werden, um möglichst viel trockene und kühlende Sommerluft in den Raum zu bringen! Hierbei ist es nicht schlimm, wenn Sie die Fenster lang geöffnet halten (wenn es Ihnen möglich ist, sogar über Nacht): Die minimale Lüftungszeit liegt allerdings zwischen 20 bis 25 Minuten.

Zusammenfassung: Hitzen- und Sonnenschutz

Sowohl außenliegende als auch innenliegende Technologien und Maßnahmen bieten sich für einen erfolgreichen Hitzen- und Sonnenschutz für innen und außen an. Bei an der Fassade angebrachte Elemente hat man z. B. Markisen, Außen-Jalousien und Fensterläden zur Wahl. Bei innenliegenden Sonnenschutzmaßnahmen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und zwischen den verschiedensten Varianten wählen. Egal ob Gardine, Rollo oder Sonnenschutzfolie – Alle Hilfsmittel dienen dem Abblocken der Wärmeeinstrahlung.

Es gibt eine Fülle an Maßnahmen, sich in seinen eigenen vier Wänden vor der Wärme der Sonne zu schützen. Welche man wählen möchte, liegt ganz im eigenen Ermessen und bestimmt sich hinsichtlich Geschmack, Räumlichkeit und dem zur Verfügung stehenden Budget. Einige Varianten (Rollo oder Sonnenschutzfolie) sind eher für praktische Räume wie bspw. Küche oder Bade geeignet, während man mit Gardinen und Jalousien eine komfortable Atmosphäre in die Wohnräume wie Stube und Schlafzimmer bringen kann. Auch Kombinationen aus verschiedenen Sonnenschutzvarianten (z.B. eine Außen-Markise kombiniert mit einer transparenten Gardine) sind dabei denkbar und sinnvoll!

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