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Kastenfenster altmodisch oder heute noch sinnvoll?

Kastenfenster und ihre Entwicklung reichen weit in die Vergangenheit zurück und wie man weiß waren die Römer schon immer bekannt für ihre innovativen technischen Entwicklungen. Da wundert man sich nicht, dass sie auch das Kastenfenster erfunden haben. Bereits in der Antike sorgten sie für einen hohen Wohnkomfort, dem wir erst heute wieder nachkommen können. Fußbodenheizungen, Bäder mit angenehmen Temperaturen und das Kastenfenster sorgten in diesen Zeiten für Luxus. Sie sind eine der ältesten Fensterformen. In unseren Breitengraden bekamen die Kastenfenster in der damaligen Zeit auch ihren Platz. Bis ins späte 16. Jahrhundert kann man die Geschichte der Kastenfenster in Deutschland verfolgen. Laut Hausinventaren waren sie im 18. Jahrhundert weit verbreitet. Später im frühen 19. Jahrhundert verordneten die Kommunen den Einsatz von Kastenfenster. Heute gibt es auch die moderne Variante des Kastenfensters, in der Fachsprache wird sie als „DoppelGlasFassade“ bezeichnet. Diese Kastenfenster umhüllen meist moderne Wintergärten sowie Bürohaus- und Hotelhallen. Auch der Hauptbahnhof von Straßburg wurde komplett unter eine Glasglocke gestellt.

Bauweise der Kastenfenster

Wie der Name schon sagt, bestehen Kastenfenster aus zwei starren Rahmen mit jeweils einer Glasfläche. Diese befinden sich in einer geschlossenen, kastenartigen Konstruktion. Daher auch der Name Kastenfenster. Die klassische Variante sieht man heutzutage meist nur noch in Altbauten. Vor allem in Süddeutschland sind Kastenfenster angesehene Relikte vergangener Zeiten. Zum Beispiel findet man in Basel ziemlich viele Kastenfenster: Die Stadt hat sie als prägende Elemente ihrer Gestaltung beibehalten. Bei einem Kastenfenster handelt es sich um ein Doppelfenster. So stehen bei einem Kastenfenster zwei einfache Fenster parallel zueinander. Zwischen ihnen befindet sich ein kleines Stück Zwischenraum. Durch diesen zusätzlichen Zwischenraum entsteht eine wärmedämmende Wirkung. Trotz all dem sollte man beachten, dass zu dichte Doppelfenster kontraproduktiv sein können. Schon am Ende des 19. Jahrhunderts wussten die Experten, dass zu luftdichte Fenster zu bauphysikalischen Problemen führen können. Man sollte bei einer Modernisierung darauf achten, dass man die bauphysikalischen Eigenschaften des Fensters anpasst. Es ist sinnvoll, sich hier von einer Fachkraft beraten zu lassen und diese eine genaue Analyse durchführen zu lassen. Vielleicht sind weitere Sanierungsarbeiten an dieser Stelle notwendig, um zum Beispiel einen Feuchtigkeitsanfall und/oder Schimmelbildung vorzubeugen.

Die verschiedenen Ausführungen von Kastenfenster

Kastenfenster gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Öffnungsrichtung der äußeren und inneren Flügelfenster ist dabei entscheidend. Bei Kastenfenster, wo man beide Flügel nach Innen öffnen kann, hat man den Vorteil, dass sie leicht zu reinigen sind. Zudem sind sie so auch viel leichter zu öffnen. Im Gegensatz zu anderen Modellausführungen sind sie witterungsbeständiger. Nachteilig ist, dass durch die kleinen Glasflächen nicht sehr viel Tageslicht in den Raum kommt. Bei der anderen Variante des Kastenfensters lässt sich der innere Fensterflügel nach Innen öffnen und der äußere Fensterflügel nach außen. Das hat den Vorteil, dass sich hier wesentlich größere Glasflächen verbauen lassen können. Dadurch wirken die Kastenfenster besonders charmant.

Kastenfenster – heute noch sinnvoll?

Doch nur unter bestimmten Bedingungen sind Kastenfenster heute noch sinnvoll. Meistens geht es dabei um die Modernisierung von Altbauten, die bis heute noch Kastenfenster haben. Man kann dabei die Wärmedämmwirkung bei den Fensterkonstruktionen durchaus steigern. Indem man  eine Glasfläche durch Isolierglas austauscht. Besser wäre es natürlich beide Glasflächen durch Isolierglas auszutauschen. Dadurch lässt sich der U-Wert der Fenster sich um so einiges verbessern. Wie man sieht, kann man so auf lange Sicht Heizkosten sparen. Damit könnten sich die höheren Anschaffungskosten lohnen. Außerdem muss man beim Modernisieren auch an die Abdichtung denken. Eventuell müssen da auch weitere Maßnahmen getroffen werden. Es empfiehlt sich die Sachlage vor Ort zu betrachten. Außerdem bieten Kastenfenster im Bereich Schallschutz Vorteile im Gegensatz zu durchschnittlichen Fenstern. Das Eindringen von Geräuschen oder Lärm wird durch die getrennten Rahmen deutlich weiniger. Kastenfenster gibt es als Kunststofffenster oder auch als Holzfenster. Es gibt zur Auswahl unterschiedliche Materialien und auch die Größe, kann man sich nach den jeweiligen Bedingungen auswählen. Als Hauseigentümer kommt man Ihnen da ein großes Stück weit entgegen.

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